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Thema: Welches Gemüse lohnt sich für die Selbstversorgung

  1. #1
    Avatar von Kükükürbis Benutzer Setzling Germany
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    Welches Gemüse lohnt sich für die Selbstversorgung

    Das Coronavirus ist in aller Munde (no pun intended) und manche Ärzte äußern sich in den Medien dahin gehend, dass uns das Thema noch womöglich noch das ganze Jahr begleiten wird. Da manche Produkte im Supermarkt jetzt schon teilweise ausverkauft sind, bin ich am Überlegen, einen Teil des Gartens wieder für Gemüseanbau zu nutzen oder sogar dieses Jahr ganz auf den Riesenkürbis zu verzichten. Ich möchte hier jetzt gar nicht über den Sinn von Selbstversorgung, Krisenvorsorge, "Prepping" usw diskutieren. Schaden kann es bestimmt nicht, etwas essbares im Garten zu haben und selbst angebaut schmeckt ja sowieso am besten :-)

    Meine Frage an euch wäre: Was würdet ihr denn anbauen, wenn es hauptsächlich um die Ernährung geht, also nicht aus Interesse an besonderen Sorten. Welches Gemüse ist im Laden relativ teuer, so dass sich der Aufwand für den Anbau lohnen könnte. Oder was ist so pflegeleicht, dass es praktisch nebenbei gedeiht. Und - ich bin ja nicht so richtig früh dran - was geht zu dieser Jahreszeit noch auszusäen? Z.B. Paprika dürfte ja schon zu spät sein und ist ohne Gewächshaus auch so ein Glücksspiel. Noch so ein Thema: Wir haben hier Nacktschnecken ohne Ende, also kommt eigentlich nichts in Frage, was sehr Schneckenempfindlich ist. Naheliegend wären ja z.B. Speisekürbisse wie Hokkaido und Butternut.

  2. #2
    Avatar von Michael Erfahrener Benutzer Gärtnermeister
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    Hi Kükükürbis

    Ich würde Paprika, Dicke Bohnen, Stangenbohnen, Kartoffeln, Zucchini, Zuckermais und Tomaten anbauen bzw. das baue ich an :P
    (Eine Riesenkürbispflanze wird es bei mir aber auf jeden Fall geben).

    Gruß Michael
    Persönlicher Rekord: 358 kg = 789,2 lbs 2010 (901 Hunt x 579 Rupf)

  3. #3
    Avatar von GPW Administrator & Hausmeister Grüner Daumen Greece
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    Also ich vertraue darauf das alles in geordneten Bahnen verläuft.Somit nur wenige Engpässe.Klar wird es Einschnitte im täglichen Leben geben,aber ich denke,WIR werden überleben.
    Verzicht muss halt erst wieder von uns allen erlernt werden.Mehr oder weniger....
    Und das, wenn es wieder losgehen sollte, die Preise steigen...wäre mir auch klar und damit akzeptiert.
    Zu deinen Paprika....klar kannst den jetzt noch säen.Anuum wachsen schnell,sehr schnell!Gehören bei mir eigentlich immer zur Gruppe,welche ich zuletzt keime.Erst die pupescens,das die chinensen und zueletzt eben anuum.
    Was bei mir zur Selbstversorgung im Garten auch heuer nicht fehlen wird...sind Kürbis & Kartoffel...wobei ich mich einschränken muss....Platzprobleme und Erde.Es gibt kaum noch gescheite Erde zu kaufen.
    Sonst bestelle ich immer Floragard TKS2 online,doch die ist schon seit Wochen nicht mehr zu bekommen.

    Also anbauen werde ich: Möhren,Rote Beete,Mais,sehr viele Kartoffelsorten,Bohnen,um die 100 Sorten Tomaten,einiges an Winterkohl,Zucchini,um die 100 Sorten Speisekürbisse und natürlich mindestens 3 Atlantic Giants.Für den Übergang zum Herbst,wachsen auf meinen Hochbeeten,viele Salatsorten,Radieschen,Rauke,Chilis und Massen an Kräutern.
    Gerade Kürbis eignet sich bestens zum Einlagern und ist top zur späteren Weiterverarbeitung....ein Tausendsassa eben.
    Was dein Problem mit den Schnecken angeht...da musst eben am Ball bleben.Wenn ich so eine Hochzeit an Schnecken habe(gab es bei mir die letzten 3 Jahre nicht mehr)dann geht es abend raus,Grubenlampe auf und dann wird abgelesen.Ohne Fleiß kein Preis...
    Wünsche dir viel Glück und Erfolg

  4. #4
    Avatar von hasibaer Erfahrener Benutzer Pflanzenversteher Germany
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    Hi, also ich bin ja persönlich kein Freund von Gemüse Anbau zum essen. Nicht nur weil ich so gut wie kein Gemüse esse. Ich finde es viel sinnvoller Gemüse für Meisterschaften zu züchten und seeds zu gewinnen.
    Aber dennoch möchte ich dir paar Empfehlungen geben....
    Kartoffeln sind einfach anzubauen und vielseitig einsetzbar. Ebenso würde ich dir Zucchini empfehlen.... Pro Pflanze eine Menge Früchte.
    Insgesamt muss ich aber auch noch erwähnen, dass finanziell sich so gut wie gar nichts lohnt.... Eine Menge Wasser und eine Menge an Geld für Bodenbearbeitung und und und.... Auch das Schneckenproblem ist ein Kostenfaktor. Wenn du nicht 24 Stunden wache stehen willst bei Regenwetter, dann bleibt dir womöglich nur Schneckenkorn. Von Mai bis Oktober verbrauche ich im Schnitt 40 bis 90 Euro pro Monat. Bei ess Gemüse wirst mit der Hälfte wahrscheinlich auskommen, weil das ja nicht makellos aussehen muss und es auch nicht auf 10 g ankommt, die von der Schnecke abgeknabbert worden ist.
    Insgesamt aber schlau von dir vorzusorgen, falls der Ernstfall ausbricht.

  5. #5
    Neuer Benutzer Setzling Germany
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    Oh Patrik, lass das mal nicht den guten Pizzaro hören.Der würde sich im Grabe umdrehen.Mit den Kosten kann man so und so sehen. Wieviel Geld verpulvert ein Raucher in den Wind. Es kommt immer mit darauf an wieviel Freizeit man hat. Manche ganz viel, manche gar keine.Ich bin sehr viel auf Montage, da machen manche Sachen gar keinen Sinn.Aber gegen ein paar Kartoffeln oder Möhren sollte nichts dagegen sprechen. Gewächshausgurken rechnen sich auch nicht, schmecken aber besser als die man kaufen kann.Und bevor man zum Couchpotato wird, kann man sich bissel um Garten beschäftigen. Ich baue Erdbeeren, Bohnen ,Möhren, Kohlrabi und Salat an.Habe Kirsch, Apfel,Birnen und Zwetschgenbäume .Bleibt alle gesund.

  6. #6
    Avatar von Michael Erfahrener Benutzer Gärtnermeister
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    Also Biogurken kosten hier in der Gegend oft schon fast 1,50 €/Stück. Da kann man schon Geld sparen.
    Dazu muss man vielleicht sagen dass die Riesenkürbiszucht (wenn man das Gemüse nicht isst) ja dann noch weniger Sinn macht wenn
    man vom Geld ausgeht :P Außer man ist auf Preisgelder aus.
    Persönlicher Rekord: 358 kg = 789,2 lbs 2010 (901 Hunt x 579 Rupf)

  7. #7
    Avatar von hasibaer Erfahrener Benutzer Pflanzenversteher Germany
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    Hi Steffen, auch wenn ich nicht genau weiß welchen Pizzaro du meinst und ich auch nicht die Totenruhe stören möchte, stehe ich zu den was ich sage.

    Hi Michael, also das sich Riesengemüse oder Riesenkürbis durch Preisgelder rechnet, kann ich mir absolut nicht vorstellen. Ich habe für mein Riesengemüse noch nie ein Preisgeld bekommen.... Außer bei der Crazy-Growers Challenge. Klar gibt es auch Wiegemeisterschaften, wo es für verschiedene Kategorien ein Preisgeld gibt, aber selbst wenn man in jeder Kategorie Sieger wäre, dann macht das auch nur um die 200 bis vielleicht 400 Euro aus. Ich will jetzt gar nicht genau ins Detail gehen, aber ich investiere jährlich weit über 2500 Euro für meine Zucht. Generell kann ich die ganzen Kosten nur im Rahmen halten, weil es viele großzügige Züchter gibt, die mit einem seeds tauschen bzw. Manchmal sogar schenken.
    Mit dem finanziell gegenrechnen.... In meinem Fall:
    Riesengemüse 2500 bis 3500 Euro
    Normal Gemüse 500 bis 1000 Euro
    Für das Geld, könnte ich mir eine Menge Ess Gemüse kaufen.
    Von daher finde ich es viel sinnvoller für Meisterschaften zu züchten, wo man Einträge in die Weltrangliste, Urkunden, Pokale, Rekorde und natürlich das beste GPC Schleifen bekommt. Ist man dann noch der beste von allen gibt's sogar noch extra GPC Auszeichnungen.

    Insgesamt wollte ich aber nur Kükükürbis einen Rat geben, um den er gebeten hat.... Ich habe nur meine Erfahrungen weitergegeben.... Hatte ja auch von 2005 bis 2011 normales Gemüse gezüchtet. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es zwar gute Lehrjahre waren und es auch Spaß gemacht hat, aber mein Leben hat es nicht erfüllt im Gegensatz zum Riesengemüse.
    Achso.... Normal Gemüse hat auch viel weniger Stress bedeutet.

    Viele Grüße an euch alle.

  8. #8
    Avatar von Michael Erfahrener Benutzer Gärtnermeister
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    H Patrick

    Also in der Kategorie Riesenkürbis sind die Preisgelder deutlich höher als 400 €.

    Gruß Michael
    Persönlicher Rekord: 358 kg = 789,2 lbs 2010 (901 Hunt x 579 Rupf)

  9. #9
    Avatar von Chris Arndt Erfahrener Benutzer Jungpflanze Germany
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    Man kann die Kosten für Gemüse auch erheblich reduzieren, wenn man viel Komposterde, die nicht in einen gewöhnlichen Komposter passt, selbst erzeugt.
    Stellt man Wurmhumus selbst her, lässt sie die Komposterde noch verbessern.

    Ich erzeuge Möhren, Zucchini, Freilandgurken, Kohlrabi, Tomaten, Kartoffeln, Radieschen, gelbe Buschbohnen, Auberginen, Erdbeeren und Kräuter. Die Erdbeeren werden nur einjährig
    angebaut. An Bäumen gibt es Apfel, Birne, Quitte, Sauerkirsche, Pflaumen und Nashibirne. Auch verschiedene zeitige Weinreben sind in meinen Gärten.

    Im Gewächshaus lohnt sich Paprika, Chili, Tomate und Gewächshausgurke für die Selbstversorgung. Die Gewächshausgurke senkere ich ab und nutze sie im Freiland.
    Da sind die Gurken dann sogar noch besser im Geschmack.

    Der Anbau von Riesengemüse ist für mich natürlich ein höheres Niveau. Da kann man seine Kreativität umsetzen. Da geht es nicht um Geld, da geht es
    um Steigerung in Größe und Gewicht.

    LG Chris

  10. #10
    Avatar von hasibaer Erfahrener Benutzer Pflanzenversteher Germany
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    Hi Michael, ja ich weiß, aber auch die Kosten sind nochmal deutlich höher als beim Riesengemüse.

  11. #11
    Avatar von Friedl69 Erfahrener Benutzer Pflanzenversteher Austria
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    Also bei einigen Aussagen hier merkt man dass mancher schon länger nicht auf einem Wiegen war....

  12. #12
    Avatar von Tintefax Erfahrener Benutzer Pflanzenversteher Austria
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    Wenn man über Kosten beim Gemüseanbau redet, sieht man wieder wie dekadent eigentlich unser Gemüsesport ist..............
    Personal Best: 585Kg (1289 Ib)
    grow em big, have fun, go heavy!!

  13. #13
    Avatar von Michael Erfahrener Benutzer Gärtnermeister
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    Darum einfach alles selber bauen und dann kostet halt nur das Holz/Schrauben/Folie.. :P.
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