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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie viel lux (Lichtsterke) brauchen AGs im Jungstadium?



danikw
16.12.2012, 12:23
Meine Frage: Wie viel lux wird benötigt, dass die Jungpflanzen nicht vergeilen?
Ich weiß, dass bei strahlendem Sonnenschein etwa 100 000 lux heerschen. :l_sunny

GPW
16.12.2012, 13:56
Erstmal Hallo "Neuer" :wink:

Deine Frage kann ich leider nicht beantworten,aber ...
Man beginnt eh nicht vor April,dann werden die Tage auch wieder länger und das Licht reicht vollkommen aus um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Wichtig ist,das nach dem Keimen die jungen Pflänzchen kühler und an einem hellen Ort platziert werden sollten.
Und das sollte wirklich sofort passieren,wie der Keimling aus dem Boden schaut.

danikw
16.12.2012, 15:26
Ich meine bloß das ich nach dem keimen die Pflänzchen künstlich beleuchte um zu erreichen das die Pflanzen ein kleinen Vorsprung haben bis sie nach den Eisheiligen Ausgepflanzt werden.
Auch noch weil durch das Fenster nicht so viel Licht kommt und schon Pflanzen vergeilt sind.

Udo Karkos
17.12.2012, 09:00
An einem bedeckten Wintertag sind draußen umgerechnet immer noch 3500 Lux vorhanden,
davon kommen hinter der Scheiben noch ca. 1/3 an.
Eine Leuchtstoffröhre liefert so um die 100 Lux mehr je näher sie an den Pflanzen ist.
Eine reflektierende Fläche hinter den Pflanzen (zum Zimmer hin)steigert die Lichtausbeute für die Pflanzen auch.

Ingana
18.12.2012, 23:22
Meine Kunstbeleuchtung mit ESL-Leuchtmitteln bringen es auf 12000 Lumen (200 Watt Lampe). Je nach Abstand und Abstrahlwinkel sind das so Richtung 20.000 Lux.

Zumindest bei Chili und Auberginen klappt das super (Tomaten zu Beginn auch, bis es zu warm im Raum wird)

danikw
19.12.2012, 13:49
Sollte das Lichtspektrum mehr in den blauen oder roten Bereich gehen?

Ingana
19.12.2012, 20:15
Für Anzucht/ Wachstum blau - rot ist nur für die Blühphase wichtig (was bei den meisten hier wohl eher nicht gebraucht wird)

Udo Karkos
20.12.2012, 07:05
Dann wären ohne Blick auf den Preis ja auch LED´s eine gute Wahl, oder?

Ingana
20.12.2012, 08:51
Mit dem richtigen Spektrum - im Prinzip ja.

Habe ich noch nicht ausprobiert oder ins Auge gefasst, da
- die bisher gesehenen relativ dunkel waren (zumindest wirkten)
- mir die Flächenausleuchtung zu gering ist

Kann sein, dass sich das relativiert, wenn ich quasi über der Stellfläche einen gleich großen "LED-Himmel" installiere, aber da bin ich (zumindest momentan) noch skeptisch, in wie weit das gleich gut klappt.

Mal sehen, ob was Neues auf der IPM in Essen im Januar vorgestellt wird :wink:

galaxy99
20.12.2012, 08:52
Ich glaube die LED-Lampen sind noch nicht soweit. Kann man in Chiliforen nachlesen.
Ich dachte es kommt auf die Lichtfarbe, und nicht auf die Lux an damit sie nicht vergeilen.
Bei meinen Tomaten und bei den Chilis nehme ich 2 ESL (www.amazon.de/Philips-Tornado-211954-CDL865-lumen/dp/B001DSR790 (http://www.amazon.de/Philips-Tornado-211954-CDL865-lumen/dp/B001DSR790) ).
Mit den 865 habe ich die besten Ergebnisse eziehlt.
*865 (6500k)
*Diese Lichtfarbe sorgt für ein gedrungeneres, buschiges Wachstum der Pflanzen. Die Farbe wirkt eher kalt, bläulich.
Ich denke man kann es von den Tomatenpflanzen auf die Ag´s übertragen. Oder?
Nur die Ag-Pflanzen werden mehr Platz benötigen. 8-) Und man muß die Pflanzen vor den aussetzen erst an das Sonnenlicht gewöhnen. Sonst gibt es Sonnenbrand und er ganze Zeitvorsprung von früher anziehen ist dahin.
Also lieber nicht so früh anziehen und dann so schnell wie möglich raus.


Gruß Mike

Biogärtner
20.12.2012, 10:38
Das Thema hatten wir doch erst im Frühjahr.....

http://www.crazy-growers.de/viewtopic.php?t=2799&postdays=0&postorder=asc&start=15

also ich bin kein Freund von LSR und ESL

aus folgenden Gründen:

1. Energieverbrauch im Verhältnis zum pflanzenverfügbarem Licht höher als
bei anderen Quellen
2. Lebensdauer viel zu niedrieg - nicht nachhaltig, keine konstante Quelle,
- LSR altern und verändern ihre Lichtfarbe und Intensität, mit dem Auge
nicht oder kaum zu erkennen aber wenn eine LSR mal 3 oder 4 Jahre alt
ist sie deutlich schlechter als ne neue.
3. Im Erwerbsgartenbau werden nahezu nur Natriumhochdruckdampflampen
oder Metlalhochdruckdampflampen eingesetzt aus folgenden Gründen:
hoher Wirkungsgrad, hoher Grad an pflanzenverfügbarem Licht, lange
konstante Lebensdauer, geringere Baugröße

4. Die Zukunft der Pflanzenbelichtung werden die LEDs sein es gibt
mittlerweilen auch schon einige Lampen die ganz gut funktionieren
und Einzug im Erwerbsgartenbau halten

für meinen privaten Gebrauch hab ich mir die hier gekauft, und ich bin voll zufrieden, die funzt auch in 10 Jahren noch so wie am ersten Tag:

http://esmart-store.de/LED-Pflanzenlicht/Pflanzen-Licht-%7C-90W-%7C-RotBlauOrange-%3D-711::100.html?XTCsid=5058f1243c7d3b533b96734979c29 ac3

Lux- und Lumen- Angaben sagen erst mal nicht besonders viel über die Eignung einer Lichtquelle als Belichtung für Pflanzen aus.

Mehr Infos hier:

http://www.bbs-international.com/webfm_send/623

http://www.hortilux.nl/index.php?id=153&L=2

oder quer durchs wiki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthetisch_aktive_Strahlung

http://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese

wenn die Photosyteseraten unserer Kulturpflanzen mit den Ergebnissen des "Engelmanschen Bakterienversuches" zu vergleichen sind dann sollten wir ein Maximum der Lichtspektren um 450 und 680-700 nm anstreben jedoch sind auch andere Lechtspekten von Bedeutung für den Aufbau wichtiger Pflanzeninhaltsstoffe obwohl sie die Photosyntheseleistung nicht direkt erhöhen:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Engelmannscher_Bakterienvers uch.svg&filetimestamp=20090922114630

Biogärtner
20.12.2012, 13:44
auch hoch interessant:

http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d24/24.htm

danikw
20.12.2012, 14:49
Die Stromkosten wären nicht mal das ausschlaggebende bei 50W würden die Stromkosten in der Woche von ca. 2,1 € betragen.
Bei LED Lampen 50W würden sie um die 4500 Lumen produzieren.
Mann könnte damit rechnerisch 2500cm² mit 18000 lux beleuchten.