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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Terra Preta



Laurin
27.02.2010, 11:39
Hallo zusammen,
ich habe im Fernsehen einen Bericht über die " Wundererde" Terra Preta gesehen. Im Internet finde ich nur, daß eine Firma im Aufbau ist die die Erde herstellen wird. Hat jemand vielleicht andere Informationen ob es die Erde irgendwo anders bereits zu kaufen gibt?
Gruß Laurin

Borbeth
27.02.2010, 12:03
Habe folgendes gefunden:
http://www.das-gold-der-erde.de/index.php?id=45
In diesem Artikel sind diverse Links

Ob die schwarze Erde der Amazonas-Indianer uns am Ende tatsächlich hilft, den Klimawandel zu bremsen, muss die Praxis zeigen. Jedenfalls wird in Morbach in Hunsrück – in Kooperation mit der Firma juwi - im kommenden Jahr eine große Anlage zur Terra Preta Produktion gebaut, die dann unter dem Namen »Palaterra« vermarktet wird. Ab 2011 soll also jeder die Wundererde kaufen können, - für die Superernte im eigenen Garten und vielleicht gleichzeitig als ein bodenständiger Beitrag gegen die Klimaerwärmung.”

Geschrieben von Dieter Krellmann, 16. Dezember 2009


Shop -Link: ( kommt mir extrem teuer vor)

http://www.terra-preta.de/

Chris1982
27.02.2010, 12:45
45 Euro oder so für 500 gramm erde^^ LOOOOLLLLL

27.02.2010, 15:30
45 Euro oder so für 500 gramm erde^^ LOOOOLLLLL

Das wird ein teurer Patch! :smiley_emoticons_ultragrin

Chris1982
27.02.2010, 15:34
Aber ein 10 Mega Tonnen Pumpkin 100%

Ingana
27.02.2010, 18:06
Alternativ den Waldabschnitt des Försters in der Nachbarschaft abbrennen, Boden umgraben, durchfräsen und abfüllen :mrgreen:

Hawakuk
27.02.2010, 18:20
45 € für einen halben Kilo Erde verlangen,ist keine Kunst,die besteht darin,Deppen zu finden welche das auch bezahlen...

galaxy99
20.10.2012, 21:33
Ich habe da noch einen passenden Artikel gefunden.
Zitat:"Rezepte zur Terra-Preta Herstellung (Pflanzenkohle-Bokashi)

Wir haben 10 % Pflanzenkohlepulver mit 20 % Mutterboden, 30% Hühnermist und 30 % Küchenabfälle gemischt und mit 10 % besten frischen Kuhmist angeimpft. (Angaben in Volumen-Prozent). In den Küchenabfällen und dem wohlriechenden Mist gesunder Kühe sind die erforderlichen Milchsäurebildner ausreichend enthalten, so dass ein weiterer Zusatz von Effektiven Mikroorganismen nicht
notwendig ist. Das gut gemischte Material wurde in alte 20 l Eimer gefüllt und verdichtet. Andere Gefäße, beispielsweise aus Ton standen nicht zur Verfügung, könnten aber auch verwendet werden. Luftdichte Kunststoffsäcke erfüllen den gleichen Zweck. Die Eimer wurden dann im Garten zum Fermentieren mit der Öffnung nach unten auf den Boden gestellt. Damit ist auch die Feuchtigkeitsregulierung gesichert und die Bodentiere können nach der Fermentierung in das Material einwandern und es vererden. Am Tag steigen in Mexiko meist die Temperaturen auf 30 Grad Celsius. Dadurch laufen die biologischen Prozesse, die zur Vererdung führen, sehr gut ab. Die Eimer wurden in 80 cm Abstand an die Stellen gestellt, an denen im Frühjahr der Mais gepflanzt wird. Nach drei Monaten werden die Eimer abgezogen und in das so entstandene Terra-Preta-Substrat gepflanzt. Sollte die Vererdung noch nicht vollständig abgeschlossen sein, wird neben dem Pflanzenkohle-Bokashi, wie man dieses Substrat auch bezeichnen könnte, gepflanzt. Der Hühnermist kann auch durch Menschenkot aus den Trockentrenntoiletten ersetzt werden Dafür bittet sich dann an, schon die Fäkalien nach jeder Toilettenbenutzung mit feuchtem Pflanzenkohlepulver zu bedecken.

Die mexikanischen Bauern. mit denen ich gesprochen habe, mischen 1 Tonne Mutterboden mit 600 kg Mist (von Pferden, Schweinen, Hühnern) und 400 kg Grünabfällen und Ernterückständen. Dazu werden ca. 10 l Zuckerrohrmelasse oder Maiskochwasser gegeben, in der eine Handvoll Backhefe aufgelöst wurde. Die Feuchtigkeit wird mit der bei uns auch bekannten Handprobe für Silage eingestellt.
Das Gemisch wird dann zu ca. 1 m hohen und 1 ,20 m breiten Mieten aufgesetzt und mit Folie abgedeckt. Um das Heißwerden der Mieten zu vermeiden wird bei Bedarf umgesetzt. Die Temperatur in der Miete soll nicht über 40 Grad Celsius steigen. Nach ca. 1 Monat wird dann der Bokashi auf die Felder ausgebracht. Durch den Mutterboden und die Hefe werden die indigenen Mikroorganismen
eingebracht und gefördert, so dass eine Zugabe von Starterkulturen wie Effektive Mikroorganismen nicht nötig ist. Wer etwas Erfahrung mit den Grundprinzipien der Bokashi-Herstellung gesammelt hat, kann das Verfahren an die jeweiligen Bedingungen seines Hofes anpassen und auf verschieden Wegen zu gleichen guten Ergebnis kommen."

Quelle:www.1000peacewomen.org/eng/aktuell_news_detail.php?IDNews=361 (http://www.1000peacewomen.org/eng/aktuell_news_detail.php?IDNews=361)

Gruß Mike